Spielberichte

Gegen die unter ihren Möglichkeiten in die Saison gestarteten Bonndorfer wartete die Reserve aus Salem mit Rückenwind aus 2 Siegen in Folge, aber ebensogroßen Personalsorgen auf. 

Die Partie startete zerfahren und es zeichnete sich mehr und mehr ein Kampfspiel ab. Weder die Linzgauer Gäste, noch die kämpferisch starken Bonndorfer um Abwehrchef Kalludra kamen zu zwingenden Chancen. So ist es nicht verwunderlich, dass das Geschehen auf dem „Rasen“ vor allem in der ersten Halbzeit nur dann den Jungs Zuschauern ein Raunen entlockte, wenn sich die aus Spielermangel reaktivierte Salemer Legende Flo Baur den Ball zu einem Standard zurecht legte. Einen solchen Freistoß aus dem Halbfeld, den die Bonndorfer im Anschluss nicht konsequent aus der Gefahrenzone klären konnten, nutzte der ungewohnt im Sturm auflaufende Guiseppe Luci zum 0:1, indem er frei vor dem in dieser Situation Chancenlosen Patrik Thum die Neven behielt und einschob.
In der Folge kam die spielstarke Offensive der Bonndorfer um den Kapitän und Zehner Leutrim Hasamentaj jedoch immer wieder zu guten Chancen, die die Salemer Defensive rund um ihren starken Hintermann Johannes Bieger jedoch -oftmals glücklich- klären konnte. Die neu zusammengewürfelte Salemer Elf igelte sich trotz der Führung nicht ein und kam mal durch gut getretene Standards (38. Seeberger), mal durch überfallartige Konter zum ein oder anderen Nadelstich. Auf diese Weise erarbeiteten sie sich einen Freistoß in tödlicher Position, wenn man einen Florian Baur in seinen Reihen hat. Diesem gelang es, aus den bis Dato verstaubenden Fußballschuhen, einen ebenso wuchtigen wie platzierten Schuss unter die Latte zu schütteln und somit auf 0:2 zu erhöhen. Selbst dem Schiedrichter blieb die Sprache weg und er pfiff zur Halbzeit.
Die zweite Halbzeit begann wie die Erste und es kam – auch aufgrund des schlechten Untergrunds – selten Spielfluss auf. Das Spiel wurde zunehmend ruppiger und dem war der junge Schiedsrichter Jonas Gumz nicht gewachsen. Dieser zeigte in der 61. Minute nach einem klaren Foulspiel der Gästemannschaft unstrittig auf den Punkt.Hasamentaj verwandelte sicher ins Linke Eck zum Anschlusstreffer. Die neu entfachte Spannung ob des Ausgangs des Spiels wirkte wie Spiritus auf die flammenden Gemüter der Heim- wie Gästespieler, wodurch dem Unparteiischen das Spiel vollends entglitt. Der trauige Höhepunkt: Völlig übermotiviert stiegen der Bonndorfer Duyar und der Salemer Seeberger in einen Zweikampf im Mittelfeld ein, der in der verletzungsbedingten Auswechslung des Salemer Sechsers und einem Freistoß für die Hausherren resultierte. Es drohte den Gästen eine heiße Schlussphase, in welcher die Bonndorfer bezeichnenderweise vor allem nach Ecken und Freistößen gefährlich vor das Tor kamen. Mitten in diese Euphorie, das Ausgleichstor erzielen zu müssen, staubte Pierre Moll ebenso bezeichnenderweise nach einem Baur-Freistoß in der 84. Minute zum 1:3 ab. Die Heim-Elf protestierte lautstark, Moll habe den Ball mit der Hand über die Linie gedrückt, der Schiedsrichter war sich dessen – erneut- unsicher und gab den Treffer trotzdem. Der Sachverhalt konnte selbst im Anschluss nichtmehr abschließend aufgeklärt werden.
Dennoch machten sich die Salemer selbst das Leben noch einmal schwer, indem sie nach unnötigem Ballverlust in der Offensive nicht in die Zweikämpfe kamen und Häußler letztendlich im eigenen Strafraum unglücklich ein abgefälschter Ball an den Arm sprang. Der anschließende, wieder von Hasamentaj getretene Strafstoß führte zum erneuten Anschlusstreffer (5. Standarttor des Spieles) der Hausherren, die nun alles nach vorne verlegten, was auf dem Feld stand. Der Schiedsrichter zeigte 2 Minuten Nachspielzeit an und gab in der 8. Minute derselben den 3. Strafstoß an diesem Tag für die Bonndorfer. Der Salemer Markus Schmid ließ sich im Gewusel des Sechzehners nach vorausgehendem Ellenbogenschlag zu einer Tätlichkeit verleiten und sah dafür die erste (!) gelbe Karte im Spiel. Alle Last ruhte wieder auf den Schultern des Bonndorfer Kapitäns im Duell mit der Salemer Nummer Eins Johannes „Joe“ Bieger. Allen beteiligten war klar, dass das Spiel nach dem Strafstoß nichtmehr angepfiffen werden sollte. War der Salemer Torhüter beim ersten Strafstoß des Bonndorfer 11-Meter-Hattricks noch verladen worden ahnte er beim Zweiten schon die Ecke und so tat er es nun auch. Den schlecht platzierten Schuss hielt er gar sicher. Der Schiedsrichter pfiff ab und alle Emotion der Gäste entdlud sich wasserfallartig in einer Jubeltraube um den gefeierten Schlussmann. Auf der anderen Seite bauten die Bonndorfer den über 90 Minuten starken Hasamentaj wieder auf, der sich in dem Moment wohl wie Hoeneß 1976 fühlte.
So oder so: Die Salemer Zweite baut ihre Serie von Saisonübergreifend 27 ungeschlagenen Pflichspielen mit dem Inbegriff vom „Dreckigen Sieg“ weiter aus und grüßen – zumindest über Nacht - als Aufsteiger vom Relegationsplatz 2.
(FB)

 

Spielbericht vom Freitag

In der Kabine hat Trainer Matthias Hack wohl die richtigen Worte gefunden, so dass im fünften Spiel, der fünfte Sieg eingefahren wurde und man das kommende, spielfrei Wochenende, an der Tabellenspitze verbringen kann.Von Beginn an dominierte RWS 3 das Spielgeschehen gegen die Gäste der SG Winterspüren/Zoznegg 3.
Mit einer guten defensive und einem strukturierten Aufbauspiel entwickelte sich über lange Phasen ein Spiel auf ein Tor.
Lediglich die Pässe zum Tor kamen zu selten an.
In der 37ten netzte dann Mario Endress zur verdienten Führung ein.Nach der Pause blieb RWS konzentriert und spielte mit der gleichen Dominanz weiter.
Leider ließ man in dieser Phase des Spiels viele gute Torchancen liegen! Folgerichtig erhöhte Kanz in der 52 zum 2:0 ehe in der 73 Slomka zum 3:0 Endstand traf.Jetzt gilt es am Spielfreien Wochenende die schweren Füße zu erholen und sich auf die Nächsten Derbys gegen D-Tal und Beuren vor zu bereiten

Zurück